| Hallo Elek,
ich würde mal so sagen: Die viel kritisierte Stasi war ja eine Rotte
Waisenknaben gegen das, was zur Zeit in Sachen Datensammeldebatte abläuft.
Ich fände es persönlich zwar sehr schade, wenn es bewaffneten Widerstand
dagegen gäbe. Andererseits bin ich mir selbst nicht mehr so sicher, was es
eigentlich an unserer Demokratie noch zu verteidigen gibt, wenn jeder
bespitzelt, abgehört, registriert und abgestempelt wird und zwar vollkommen
unabhängig, ob er mit dem Gesetz bisher in Konflikt geraten ist oder nicht.
Leider gibt es keine mir bekannte Partei, die irgendetwas in Sachen
Datenschutz vertritt. Aus diesem Grund habe ich auch beschlossen, mich in
Zukunft in die Reihe der Nichtwähler einzugliedern. Was soll eigentlich noch
schlimmer werden? Es handelt sich bei "Datenschutz" eben nicht um ein
Problem, dem man sich mal so am Rande widmen kann, sondern ist einer der
Tragpfeiler unserer Gesellschaft. Wir haben, um es einfach zu sagen sowieso
schon eine Diktatur der Industrie und der "Sicherheitspolitiker", insofern
haben wir in Europa seit 2001 einen gewaltigen Schritt in Richtung USA
gemacht.
Und jetzt noch ein bißchen unvermeidlichen Populismus:
Die Kinder werden auch immer fetter und brauchen, nachdem sie tonnenweise
Cola und Chips gefressen haben, teure Diätkuren, die sicherlich von
meiner Krankenkasse finanziert werden, denn die AOK hat dafür eh' kein Geld.
Auch wieder ein Stück USA. Vielen Dank dafür.
Übrigens, diese Personenkennziffer gibt es seit Jahrzenhten in der Schweiz.
Die finden das da normal. Die Schweiz finden allerdings die wenigsten Leute
normal, das ist aber nicht so schlimm, denn Deutschland geht den goldenen
Mittelweg: Alles, was überwachungsmäßig möglich ist, wird aus den USA
übernommen, alles, was Bürgerrechte einschränkt, wird aus aller Welt
adoptiert, solange es nur entmündigend genug ist. Das ist eben deutsche
Gründlichkeit, dafür sind wir ja international berühmt! ... Wir wollen Euch gar nicht in den Hintern treten, aber jetzt
wird auch für Euch alles einfacher, ihr bekommt eine Viehnummer
eingebrannt, damit wir euch besser finden können.
-=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=-
Die Personenkennzahl (PKZ) wurde in der DDR am 1. Januar 1970
eingeführt. Damit verbunden war die Errichtung der Zentralen
Personendatenbank ab 1972 in Berlin-Biesdorf. Aufgabe der ab 1984
voll funktionsfähigen Datenbank war es, Personendaten des Zentralen
Büros für Personenangelegenheiten zu sammeln und zu speichern. Ab
1970 Geborenen wurde die Personenkennzahl bei einem Eintrag in das
Melderegister zugeteilt, älteren Personen per Postkarte zugeschickt.
In vielen Verwaltungen wurde die PKZ als Schlüssel für persönliche
Daten wie Krankendaten oder Stasi-Tätigkeit benutzt. [...]
Die BRD plante die Einführung eines Personenkennzeichens (PKZ); zum
Beispiel war geplant, mit dem Bundesmeldegesetz ab 1973 eine
einheitliche PKZ für jeden Deutschen sowie alle im
Ausländerzentralregister erfassten Ausländer bzw. im Ausland lebende
wiedergutmachungsberechtigte Ausländer eingeführt werden um
Verwaltungsvorgänge zu rationalisieren. (Vgl. Steinmüller: EDV und
Recht, 1970, S. 78)
*Das Vorhaben wurde verworfen, da der Rechtsausschuss des Deutschen*
*Bundestages 1976 feststellte, dass ,die Entwicklung, Einführung*
*und Verwendung von Nummerierungssystemen, die eine einheitliche*
*Nummerierung der Bevölkerung im Geltungsbereich dieses Gesetzes*
*ermöglicht, unzulässig ist". Diese Feststellung stützte sich auf*
*das Mikrozensusurteil des BVerfG von 1969*, BverfGE 27,1 -
Mikrozensus. 16. Juli 1969.
Nicht-(c) Wikipedia.de
-=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=--=-
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, außer wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" "Der beste Datenschutz ist Datenvermeidung [...]
Die datenschutzfreundliche Rechtslage [aber] könnte sich grundlegend
ändern, wenn die von *Bundesjustizministerin Brigitte Zypries*
geplante Datenspeicherung auf Vorrat in Gesetzesform gegossen wird.
Ein rund zweihundert Seiten starker Gesetzentwurf wurde kürzlich
vorgelegt. Er basiert auf einer EU-Richtlinie und sieht die
verdachtsunabhängige Speicherung sämtlicher Verkehrs- und
Standortdaten vor, die beim Telefonieren über Festnetz oder Handy
und beim Surfen anfallen. [...]"
*Komplette Nachricht*:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,4078913,00.html
Alle, die nicht unmittelbar einsehen, wie extrem diese
Gesetzesentwürfe sind, bitte ich sich dasselbe für seine Briefe
vorzustellen:
In Zukunft muss jeder, ausnahmslos jeder Brief eines
Bundesbürgers, egal welchen Inhalts und mit welchem
Empfänger, bei einer Behörde registriert werden,
bevor er an den Empfänger ausgeliefert wird.
Registriert werden Absender, Empfänger und Versanddatum.
Briefe werden nur noch zugestellt, wenn sie derart
registriert werden.
Im Prinzip halte ich es allmählich nicht mehr für ausgeschlossen,
dass es bald wieder allerhand Leute gibt, die es für geboten halten,
bewaffnet Widerstand zu leisten.
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, außer wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" Ich bin erschrocken, daß es im Vereinigten Königreich wirklich schon auf je 14
Einwohner eine Überwachungskamera geben soll. Ich weiß nicht, wäre es nicht
an der Zeit, in Panik zu geraten? Hallo Elek,
das Eklige daran ist, dass es niemanden mehr überrascht, wenn es in der
westlichen Welt "Überwachungssataaten" gibt. Deutschland hat dafür ja
auch die nötigen Weichen gestellt.
Ich frage mich eigentlich, was noch die ganzen Stasi- Diskussionen sollen.
Wir sind ja längst wieder da.
Im Prinzip wäre es jetzt volkswirtschaftlich sinnvoll, die Stasi- Schergen
zu rehabilitieren und von ihrem Wissen zu profitieren. Wir müssen einfach
Geld sparen, und warum sollten wir das Know- How teuer aus den USA oder aus
GB einkaufen? Das können wir doch selbst, und so bleibt die Kohle im
Konzern! "Grossbritannien ist auf dem Weg zum Ueberwachungsstaat. So sieht es
jedenfalls die neue britische Studie "Bericht ueber eine Gesellschaft unter
Ueberwachung", die ein Wissenschaftler-Netzwerk am Donnerstag
veroeffentlichte. Grossbritannien habe 4,2 Millionen Ueberwachungskameras
installiert, auf 14 Briten komme eine. Damit sei Grossbritannien fuehrend in
der westlichen Welt. Kameras, Analysen des Konsumverhaltens, Telefon- und
Internetueberwachung seien staendig praesent, so die Studie."
Kompletter Artikel auf der Site des Heute-Journals:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,3997015,00.html Eine Rede, die der Sozialwissenschaftler Rainer Roth Mitte letzten
Jahres hielt, verdeutlich den auch heute noch herrschenden Grad der
Unwissenheit bzw. den Grad der von Regierungsseite betriebenen und
befoederten Missinformation ueber die tatsaechlichen Inhalte und
Auswirkungen der bundesdeutschen Sozialpolitik der letzten Jahre.
Kurz und leichtfig nennt Rainer Roth Beispiele aus einer Befragung
von 424 Personen (FH Frankfurt). Zitat: "Es gibt eine starke
Tendenz, zu ueberschaetzen, wie sozial der Staat ist."
DER KOMPLETTE TEXT:
http://www.dgb-bw.de/sixcms/detail.php?id=13873
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, ausser, wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" Eine Rede, die der Sozialwissenschaftler Rainer Roth Mitte letzten
Jahres hielt, verdeutlich den auch heute noch herrschenden Grad der
Unwissenheit bzw. von Regierungsseite betriebenen und beförderter
Desinformation über die tatsächlichen Inhalte und Auswirkungen der
sozialpolitischen Maßnahmen der letzten Jahre.
Kurz und leichtfüßig nennt Rainer Roth Beispiele aus einer Befragung
von 424 Personen (FH Frankfurt). Zitat: "Es gibt eine starke
Tendenz, zu überschätzen, wie sozial der Staat ist."
DER KOMPLETTE TEXT:
http://www.dgb-bw.de/sixcms/detail.php?id=13873
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, außer wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" Am Donnerstag, dem 12.10.2006 veranstaltet das Anti-Diskriminierungs-
büro Berlin für Jugendliche und junge Erwachsene eine Fahrt zur
Gedenkstätte Sachsenhausen, die vorher und nachher zusammen besprochen
wird.
* Die Fahrt ist *kostenlos*.
* ANMELDESCHLUSS: Montag, 9. Oktober.
* DETAILINFOS: http://www.adb-berlin.org/projekte/sachsenhausen.htm Mit Worten kann man leicht begluecken
Verantwortung hat ihre Tuecken
Wie einst einmal der Lafontaine
tut Stoiber jetzt nach Hause gehn
Rueckrat hat halt nicht jederman
und diesmal ist ein Bayer dran "Minister Clement verkennt die soziale Lage vieler
ALG II - Antragsteller werden von ihm der Begehrlichkeit
bezichtigt
Deutscher Caritasverband e.V.
(Verbandspresse, 06.10.2005 11:47)
(Freiburg) - Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit,
Wolfgang Clement, mahnte in der "Bild am Sonntag" die Bürger zur
Zurückhaltung bei der Antragstellung zu ALG II und unterstellt
dabei pauschal einen Mißbrauch durch die Arbeitssuchenden, die
auf diese Leistungen doch gar nicht angewiesen seien. Clement
greift in seinen letzten Amtstagen in die Mottenkiste der
Mißbrauchsdebatte und trägt damit zur Schuldzuweisung der
Arbeitssuchenden bei.
Die Nationale Armutskonferenz (nak) weist diese unterschwelligen
Vorwürfe an Arbeitssuchende zurück und fordert Minister Clement
auf, den Lebenslagenbericht der Bundesregierung zur Kenntnis zu
nehmen. Dieser Lebenslagenbericht weist einen Anstieg von Armuts-
betroffenheit in der BRD von 1998 auf 2003 um 1,4 Prozentpunkte
auf 13,5 Prozent aus. Ein weiterer Zuwachs bis heute ist nach
Einschätzung von Experten wahrscheinlich. Dazu hat auch Hartz IV
beigetragen, [...]
[...]"
Quelle mit dem kompletten Text:
http://www.verbaende.com/News.php4?m=33488
"Erst verloren Millionen Betroffene ihren Arbeitsplatz,
dann wurden sie gedemütigt, nun sollen sie verfolgt werden."
Petra Pau *"Wie konnte die BA drei Milliarden Euro Überschuß erzielen,*
*obwohl die Arbeitslosenzahl mit offiziell 4,65 Millionen*
*im September nach wie vor außergewöhnlich hoch liegt?*
Im Wesentlichen ist dies auf zwei Entwicklungen zurückzuführen:
Auf drastische Kürzungen bei Arbeitsbeschaffungs-, Fort- und
Weiterbildungsmaßnahmen, die Arbeitslose zusätzlich qualifizieren
und ihre Chance, einen vernünftig bezahlten Job zu erhalten,
zumindest etwas erhöhen, sowie auf das Abdrängen von Hundert-
tausenden Arbeitslosen in Niedriglohnjobs."
http://www.wsws.org/de/2005/okt2005/alo-o04.shtml This message is in MIME format. The first part should be readable text,
while the remaining parts are likely unreadable without MIME-aware tools.
--366226765-1877032167-1124408672=:31861
Content-Type: TEXT/PLAIN; charset=iso-8859-1; format=flowed
Content-Transfer-Encoding: QUOTED-PRINTABLE
Hi
---
Wer kennt sie nicht, DIE Partei. Gegruendet von Titanic Redakteuren=20
und anderen. Jedenfalls gibs eine Wahlkampfveranstaltung am 26=20
August in der Bergmannstra=DFe 5-7 mit diversen Kurzfilmen der bisherigen=
=20
Aktionen, wie fingierte Castor Transporte und Apothekerschulungen ueber=20
Hasch und weiteres - gesucht werden noch Polit Praktikanten fuer den=20
Wahlkampf :-)
http://www.die-partei.de
--=20
__ __ __ Jeder ist ein Alien-fast ueberall__ __ __
/ /_/ /_/ / / / /\/ http://www.cyrion.org/ \_\ \ \ \ \/\ \_\ \
/__ / / \ / /_/ / / mailto:cyrion@c-base.org / \ \ \_\ \ \ \ __\
Tronics Conceptor Space Station c-base,crashed on Berlin-Mitte Rungestr.20
--366226765-1877032167-1124408672=:31861-- Hallo Chefkoch!
chefkoch am 27.07.05 / 00:10 (Mittwoch):
> [Ich bekenne mich] dazu, dass meine Aufmerksamkeit nach wenigstens
> 100 Zeilen rapide nachläßt. Wichtiges sollte also unbedingt vor
> dieser magischen Grenze stehen.
Das ist mir im Prinzip klar. Ein praktischer, vielleicht der
eigentlich wesentliche Grund für meine etwas längeren Beiträge mag
sein, daß ich - mit wenigen Ausnahmen - täglich in mindestens an
einem Buch lese und mir daher längere Texte normal erscheinen.
> [Wenn der Bezug fehlt,] reden wir einfach über zwei
> verschiedene Sachen.
Daß Du diesen Eindruck hattest, kann ich verstehen.
Gruß elec
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, außer wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" Hallo Elek,
ich bekenne mich zum Erbsenzählertum, allerdings mußte ich nicht wirklich
selbst zählen, sondern die Anzahl Zeilen steht im Kopf des Eintrags. Ferner
bekenne ich mich dazu, dass meine Aufmerksamkeit nach wenigstens 100 Zeilen
rapide nachläßt. Wichtiges sollte also unbedingt vor dieser magischen Grenze
stehen.
Natürlich ist überhaupt nichts dagegen zu sagen, dass Du argumentierst, dass
die Schwarte kracht. Wenn ich allerdings vermuten darf, dass ein Beitrag
eine Antwort auf einen anderen Beitrag sein soll, in dieser Antwort
allerdings überhaupt nicht auf den Kern des Ursprungspostings eingegangen
wird, dann entschuldige, reden wir einfach über zwei verschiedene Sachen. André,
ich gehe auf die Aspekte ein, welche _ich_ für am
wesentlichsten und angebracht halte, _ich_ habe
nicht an erster Stelle betonen wollen, daß der
CDU-Slogan mich vielleicht auch an Nazi-Slogans
erinnert und deswegen lasse ich mich auch
nicht dazu bewegen, die Auslegung dieses
Satzes in diese Richtung zu forcieren.
So ausführlich habe ich geschrieben, weil ich immer
wieder den Eindruck habe, daß viele Leute viele
Argumentationen nicht zu verstehen scheinen,
einen Gedankengang also höchstens verstehen,
wenn er idiotensicher und -klar vorgetragen wird.
BTW: Wenn Du statt die Wortzahl zu schätzen - eine
Art Erbsenzähler-Anfall? ;) - meinen Beitrag
in Ruhe hättest lesen können, wäre Dir vielleicht
aufgefallen, daß ich nicht von 9-jährigen Kindern
geschrieben habe, die - im engeren Sinne - auf
den Strich geschickt werden, sondern von Kindern
die dort als eine Art Kaugummiautomaten benutzt
werden, nächtelang wo abgestellt werden
und erst schlafen dürfen, wenn sie eine
vorher festgelegte Anzahl von Kaugummis
losgeworden sind. (Ich habe über diese Kinder
auf einem Dokumentations-Kanal im Fernsehen
einen Film gesehen, dessen Sendeminuten sich
auch wunderbar auszählen ließen, und vermute,
daß ihre Kundinnen Prostituierte sind. Da ich
nicht so oft ins Ausland reise, wie die meisten
Leute, die in Deiner oder meiner Nachbarschaft
leben, bin ich auf Vermutungen angewiesen,
explizite Vorführungen waren nicht die Sache
dieser Dokumentation.)
Wenn Du niemanden kennst oder Dir wirklich
niemanden vorstellen kannst, der den Slogan
"Sozial ist, was Arbeit schafft." für völlig richtig
hält und gar als einen Beweisgrund akzeptiert,
dann könnten wir uns wirklich damit begnügen,
diesen Satz als Slogan zu bezeichnen.
Möglicherweise reichen auch einfache
Feindbildern - und vielleicht hast Du realpolitisch
Recht damit, dann brauchen wir freilich auch
nicht zu argumentieren.
Gruß elek Hallo Elek,
da hast Du ja eine Glanzleistung vollbracht. In zweihundertzweiundvierzig
Zeilen intensiver Analyse bestätigst Du, dass es sich bei "Sozial ist, was
Arbeit schafft" nur um einen Slogan handelt. (Siehe Wikipedia- Artikel zu
diesem Stichwort.) Du findest ihn "platt", ich finde ihn "schlank und
elegant", wenn ich mich nicht irre; ich schrieb "Ein Slogan, nicht mehr und
nicht weniger." - hier bin ich mir ganz sicher.
Deine Antwort an mich ist allerdings gar keine Antwort; wie meinem
Beitrag ohne große Anstrengung zu entnehmen ist, kritisiere ich, dass
mal wieder ein Hinterbänkler die Nazi- Keule als Argumentationsersatz
herausgeholt hat, während Du eine umfassende Analyse vorbringst, deren
bahnbrechendes Ergebnis u.a. ist, dass es nicht als "sozial" gelten kann,
neunjähringe Mädchen auf den Strich zu schicken.
Da stimme ich Dir übrigens vollkommen zu. Aus Gründen politischer
Korrektheit (die ich auch in meinem Beitrag kritisiert hatte), muß ich aber
- nicht ganz ernst gemeint - anfügen, dass es Leute gibt, die das vollkommen
OK und sicher auch ziemlich sozial finden. Hallo Chefkoch!
Chefkoch am 20.07.05 / 20:58 (Mittwoch):
> [Ich finde "Sozial ist, was Arbeit schafft." ist ein schicker,
> schlanker Wahlkampfslogan. Nicht mehr und nicht weniger.]
(Ich soll gegen Deine politischen Gegner argumentieren?)
----------------------
Nicht nur ein Slogan
----------------------
CDU-Repräsentanten benutzen den Satz *Sozial ist, was Arbeit*
*schafft.* nicht nur als Slogan auf Werbemitteln, sondern vor allen
Frau Merkel hat diesen Satz verschiedentlich in Kurzstellungnahmen
oder politischen Diskussionen verwendet. Zum einen mag dahinter die
Absicht stehen, eine Art Wiedererkennungszeichen zu etablieren, ein
Markenzeichen gewissermaßen (also im engeren Sinne die Funktion
eines Slogans); zum anderen wurde der Satz, daß sozial sei, was
Arbeit schafft, allerdings auch als Beweisgrund benutzt. Ein
Argumentation sollte nicht nur "schick und schlank" sein, sondern
auch inhaltlich stimmen.
------------------------------------------------------------------
Ein fiktives, aber realistisches Beispiel für eine Argumentation
------------------------------------------------------------------
Der Anführer des DIW Klaus Zimmermann schlug in einem Interview mit
der Netzeitung vor, Firmen zu bezuschussen, indem der Staat ihnen
dauerhaft Lohnzuschüsse zahle, wenn ehemals Langzeitarbeitslose für
die Firmen als Billigentlohnte anschaffen. Diese Beschäftigten
sollten voll arbeiten, dabei einen Lohn bekommen, der nicht höher
sei als ALG2-Bezüge und diese Niedrigstlöhne sollten vom Staat
gegebenenfalls bis zum Renteneintritt der Betroffenen mitbezahlt
werden. Diesen gierigen Vorschlag, welchen Lobbyist Zimmermann
machte, bemäntelte er der Netzeitung gegenüber mit der scheinbar
sozialen Aussage, der Arbeitslose hätte dann zwar "nicht mehr Geld,
aber Arbeit".
Nehmen wir an, diese Forderung würde von der CDU/CSU wie folgt
vertreten:
Arbeitslose, die zwei Jahre lang nicht in Arbeit vermittelt
werden konnten, sollen in Firmen für einen Lohn arbeiten,
der nicht höher ist als ihre ALG2-Bezüge, und wir meinen,
der Staat sollte diese Arbeitsplätze bezuschussen, wenn
nötig auch bis die Leute in Rente gehen. Dadurch bekommen
Menschen wieder Arbeit. Und sozial ist, was Arbeit schafft.
------------------------------------------
Die Glieder solcher Argumentationsketten
------------------------------------------
1. Eine Forderung
2. Die Behauptung, sozial sei, was Arbeit schafft.
3. Eine unausgesprochene Voraussetzung, ungefähr:
"Und was sozial ist, soll getan werden."
--------------------------------------------------------
Ansatzpunkte für eine Untersuchung der Stichhaltigkeit
--------------------------------------------------------
Aristoteles sei mit uns!
I. Zu bedenken und zu fragen ist, ob das Bindeglied zwischen den
Argumentationsgliedern 2 und 3, das Wörtchen "sozial" nämlich,
in beiden Sätzen mit soweit gleicher Bedeutung benutzt wird,
daß der Schluß überhaupt auf einem inhaltlichen Zusammenhang
beruht.
II. Die Behauptung "Sozial ist, was Arbeit schafft.", ist auf
inhaltliche Richtigkeit zu prüfen.
Ich übergehe mit Rücksicht auf die gewöhnlich geringe Geduld vieler
Lesers für detaillierte Erklärungen eine ausführliche Diskussion von
Punkt I und begnüge mich mit der Feststellung, daß mit "sozial"
nicht einfach wertfrei gemeint sei, daß etwas in der Gemeinschaft
oder mit Bezug zu einer Gemeinschaft geschehe, sondern
offensichtlich ist etwas gemeint wie "das Sozialleben fördernd".
------------------------------------------
Ist wirklich sozial, was Arbeit schafft?
------------------------------------------
Der Satz "Sozial ist, was Arbeit schafft." ist rein logisch
betrachtet eine *All-Aussage* genauso wie
"Alles, was wächst ist grün." oder
"Alle Autofahrer haben einen Führerschein."
Deutlicher wird der logische Satztyp, wenn man den Satz
umformuliert zu
"Alles, was Arbeit schafft, ist sozial."
Eine All-Aussage ist widerlegt, d. h. kein ausreichender
Beweisgrund, wenn man zeigen kann, daß es mindestens einen Fall
gibt, der ihr widerspricht.
Setzen wir voraus, daß mit *sozial* gemeint ist "das Sozialleben
fördernd" bzw. "die Gemeinschaft und zugleich die soziale Teilhabe
und Entfaltung des Betroffenen fördernd" (im Sinne einer Förderung
personalen Lebens, wie sie der Moralphilosoph Rupert Lay für
richtig hält).
1. Gegenbeispiel:
Schon ein fiktives Extrembeispiel z. B. das von
Kinderarbeit im heutigen Thailand gerät in
Widerspruch zu der behaupteten generellen
Sozialförderlichkeit von Arbeit.
Ist es sozial, wenn ein 9-jähriges Kind die
Nacht durch solange mit ein paar Kaugummis
in der Hand zwischen Nutten und Freiern
herumstehen muß, bis ihm eine bestimmte,
vorher festgelegte Anzahl von Kaugummis
abgekauft wurden?
Solche Kinder haben offensichtlich Arbeit,
aber "sozial" ist diese Arbeit nicht.
2. Gegenbeispiel:
Die Zahl von Leuten, welche unter Mobbing
auf der Arbeit klagen ist nicht gering.
Es steht für mich außer Zweifel, daß es
Leute gibt, die deswegen seelisch Schaden
nehmen und deswegen auch körperlich krank
werden.
Also gibt es auch hierzulande, in der
Bundesrepublik Deutschland und heute, Arbeit,
die nicht sozial förderlich ist, sondern
Menschen schwer und teilweise dauerhaft
schädigt.
ZUR ERINNERUNG:
Eine All-Aussage reicht schon dann nicht mehr aus, wenn ein
zutreffendes Gegenbeispiel aufgebracht wird.
== Zwischenergebnis: ===============================================
Die bisherigen Beispiele belegen:
*Die Aussage "Sozial ist, was Arbeit schafft." ist inhaltlich*
*eine nicht zutreffende Verallgemeinerung.*
====================================================================
Wenn wir das obige Beispiel mit der Forderung des DIW-Lobbyisten
Klaus Zimmermann als ein relativ realistisches für die hiesige
politische Diskussion aufgreifen und kritisch ansehen, läßt sich
ebenso die inhaltliche Fragwürdigkeit demonstrieren, und ich wende
dagegen ein:
Eine Subventionierung von Firmen gegebenenfalls bis der
jeweilige Billigarbeiter Rente beantragen kann, verschafft
der jeweiligen Firma eine sehr billige Arbeitskraft, fördert
jedoch die soziale Entwicklung des Arbeiters nicht, sondern
schreibt sein Elend fest.
Der Arbeiter soll nun bis ans Ende seines Erwerbslebens,
ja seines Lebens überhaupt, von einem Billiglohn (bzw.
einer Niedrigstrente) am Existenzminimum leben, von einem
Billiglohn, der ca. 300 Euro unter der Armutsgrenze (900 EUR)
liegt, welche im Armutsbericht der Bundesregierung definiert
wurde.
_Hierzulande_ ist mit einer solchen Billigarbeit ein
niedriges gesellschaftliches Ansehen verbunden, der so an
eine Billigarbeit gebundene Arbeiter wird also dauerhaft
ausgegrenzt, und er wird darüber hinaus weder Geld noch
Zeit noch allzuviel freie Kraft haben, sich weiterzubilden
oder eine qualifiziertere und besser bezahlte Arbeit zu
finden. Da die vorgeschlagene Maßnahme eine soziale
Entfaltung der Betroffenen eher behindert denn befördert,
nämlich eine Besserung ihrer sozialen Teilnahme eher
verhindert, ist diese Maßnahme nicht in positivem Sinne
sozial.
Der Vorschlag des DIW-Anführers Klaus Zimmermann verhindert
aller Voraussicht nach eine sozial positive Entwicklung
des Betroffenen und schafft als einzig konkrete und
unbezweifelbare Tatsache einen finanziellen Zuschuß für
die Firmen. Somit wird der Anspruch, das personale
Leben des Betroffenen eher zu fördern, denn zu schädigen,
für einen einseitigen finanziellen Vorteil von Firmen,
Firmenbesitzern bzw. Kapitalanlegern oder anderen
Firmengewinne abschöpfenden Personen aufgegeben.
*Insgesamt wird auch hiermit deutlich, daß Arbeit nicht*
*grundsätzlich und ohne weiteres sozial ist* - sofern
man "sozial" nicht völlig banal und wertfrei als ein Wort
benutzt, welches nicht mehr als eine Interaktion von
mehreren Personen beschreibt.
-------
Fazit
-------
Der Satz "Sozial ist, was Arbeit schafft." kann nur in inhaltlich
trivialer, geradezu inhaltsleerer Form als richtig gelten, in dieser
Form ist er kein Beweisgrund, sondern eine platte Bemerkung ohne
jeden Informationswert.
Wird der Satz "Sozial ist, was Arbeit schafft." nicht trivial und
dann als moralische Aussage benutzt und dabei mit dem Wort "sozial"
etwa gemeint "die soziale Teilhabe aller eher fördernd und
jedenfalls niemandes soziale Teilhabe ernsthaft behindernd", dann
ist der Satz deswegen nicht als Beweisgrund geeignet, weil er eine
unzutreffende All-Aussage ist, einfach gesagt, weil er unwahr ist.
Jede Argumentation, die auf dem Satz "Sozial ist, was Arbeit
schafft." aufbaut, ohne den Geltungsbereich dieser Aussage weiter
zu konkretisieren und zu belegen, ist unbegründet und sofern
derjenige, der sie vorbringt, dies weiß, demagogisch.
---------------
WWW-VERWEISE:
---------------
Der komplette Artikel der Netzeitung:
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=704&item=349139 Hallo Elek,
ich komme nicht im Mindesten dahinter, wo es eine - auch noch so entfernte -
Parallele zu den Nazis geben sollte bei dem Wahlkampfslogan "Sozial ist, was
Arbeit schafft."
Ich finde, das ist ein schicker, schlanker Wahlkampfslogan. Nicht mehr und
nicht weniger. Dass meine Parteifreunde versuchen, da irgendein
Empörungspotential auszuschöpfen zeigt einfach nur, wie weit es schon mit
der Amerikanisierung unserer Gesellschaft gekommen ist. Allerdings steht
auch diese, meine These, auf schwachen Beinen, da ich auch bei intensivem
Nachdenken nicht darauf komme, was daran irgendwie "politisch unkorrekt"
sein sollte - ganz egal, was alle Stieglers und Spiegels dieser Welt
dazu sagen. Ein meines Erachtens recht guter Bericht zur Kritik des SPD-Fraktionsvizes
Ludwig Stiegler am CDU-Slogan "Sozial ist, was Arbeit schafft." hat der
Focus online veröffentlicht:
http://makeashorterlink.com/?C46E12A6B
Meine Meinung:
Stieglers Äußerung ist sachlich völlig korrekt. Die Empörung von Seiten
der CDU/CSU ist zum einen sicherlich zynische Taktik gegen den politischen
Gegner, und des weiteren nur einer Art Tabu hierzulande geschuldet, daß
nämlich jeder Vergleich mit Nazipolitik oder Naziakteuren unstatthaft sei.
Diese Diskursnorm ist nicht bindend, und letztlich destruktiv, wenn es
darum geht Ungeist abzuwehren. Der CDU-Slogan ist - das ist mir auch ohne
Herrn Stieglers Auftritt schon lange klar - Ungeist, oder harmloser
ausgedrückt, eine - sofern man eine Manipulationsabsicht ausschließt und
nur nach der inhaltlichen Richtigkeit urteilt - dumme, jedenfalls platte
Verallgemeinerung.
Die SPD insgesamt ist deswegen aber trotzdem nicht die aufrichtigere
Seite der politischen Streitkultur, dies zeigt die von ihrer Seite
lancierte Diskussion und Aufbauschung der Tatsache, daß Oscar Lafontaine
das Wort "Fremdarbeiter" benutzt hat. Es ist für einen distanzierten
Beobachter wie mich schon ärgerlich ermüdend, wie politische Parteisoldaten
jeglichen Lagers nach Naziwörtern in Äußerungen ihnen mißliebiger
Konkurrenten suchen, um dadurch Leute zu diffamieren, denen sie anders,
nämlich inhaltlich allein, beizukommen sich offenbar nicht zutrauen.
Ich wünschte, solche scheinheiligen - und auch manche überempfindlichen
Reaktionen würden aufhören.
Soweit ich mich erinnere, verwendet bspw. auch der Religionsschriftsteller
und Ex-Kaplan Adolf Holl in einem Buch das Wort Fremdarbeiter, ihn jedoch
als Nazi zu bezeichnen oder ihm zu unterstellen, er beabsichtige
Fremdenfeindlichkeit zu schüren hielte ich, der ich und in letzter Zeit
einige seiner Bücher gelesen habe, für völlig unhaltbar und saudumm.
Wie die CDU sich intellektuell und moralisch durch den Slogan "Sozial ist,
was Arbeit schafft." selbst als fragwürdige Kraft bloßgestellt hat, stellt
sich die SPD durch den Umgang mit so genannten Abweichlern in ihrer Partei
oder dem Umgang mit Oscar Lafontaine als politische Organisation dar, in
welcher derzeit allem Anschein nach undemokratische Kräfte vorherrschen.
(Bspw. nannte Müntefering kürzlich einen Abgeordneten, welcher das Recht
für sich in Anspruch nahm in einer geheimen Abstimmung nicht namentlich
hervorzutreten, zweimal einen "Verräter". Der Sinn geheimer Abstimmungen
ist es aber gerade, daß man nicht durch Gruppendruck gezwungen wird, gegen
seine Überzeugung abzustimmen. Münteferings Ausfall war faschistoid und
anti-demokratisch.)
WWW-Verweise zum Thema
Die NetZeitung zu Stieglers Stellungnahme:
http://makeashorterlink.com/?A6DF21A6B
Die NetZeitung über Paul Spiegels Empfehlung solche Vergleiche und
Nazi-Parolen zu meiden:
http://makeashorterlink.com/?X5FF23A6B
Abschließend aus meiner Sicht: Solche Vergleiche sollten nicht zynisch zur
Diffamierung politischer Gegner benutzt werden, andererseits wird man nicht
wünschen, daß Menschen gegen nazi-artige Tendenzen sensibel sind, aber
nicht davon sprechen. Es gilt nicht nur "Sprich nicht von Naziideologie,
wenn du von Lebenden sprichst."; sondern auch und vorrangig "Wehret den
Anfängen." Auch wenn es von den Kritisierten vielleicht wirklich nicht
selber akzeptiert werden kann, sondern verdrängt wird, trifft Ludwig
Stiegler meines Erachtens durchaus ins Schwarze, wenn er in dem CDU-Slogan
eine menschenfeindliche Tendenz erkennt. Stiegler hat schlicht, ergreifend
und unbequemerweise vollkommen recht, nicht teilweise oder ansatzweise,
sondern absolut und meiner derzeitigen Einsicht zufolge objektiv.
Thus quoth elec
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, außer wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" Hallo Elek,
letztlich geht es ja nur um die Frage, wie viel die Gesellschaft der
Steuerzahler bereit ist, für die ALGII- Bezieher bereit ist zu zahlen.
Darum geht es übrigens auch bei jeder Reform des Gesundheitssystems. Es ist
kein Problem alles zu bezahlen, was irgendwie geht, wenn wir von einem
durchschnittlichen Kassenbeitrag von 35% ausgehen.
In diesem Sinne: Frohes Abgaben zahlen! Die Netzzeitung hat jüngst, in einem Online-Artikel am 27. Juni, berichtet,
die SPD gönne den ostdeutschen Arbeitslosen 14 Euro mehr.
Erst dachte ich: Na wunderbar, damit können die Leute dann ihre Stromrechnung
bezahlen. Aber nein, ich habe mich gleich erinnert, daß als monatliche
Telefonkosten für Empfänger von Bezügen nach Hartz IV ca. 15 Euro vorgesehen
sind.
Und das sollten die SPD-Wahlkämpfer bei Veranstaltungen in Ostdeutschland
anführen: Da 14 Euro, die bisherige Differenz zwischen den Bezügen Ost- und
Westdeutscher, praktisch fast 16 Euro sind, rate ich zu Aussagen wie:
"... und deswegen kämpft die SPD ja auch dafür, daß ostdeutsche Arbeitslose,
die von ALG II leben, in Zukunft praktisch kostenlos telefonieren dürfen."
Das muß man vielleicht je nach Gelegenheit und Anknüpfungsmöglichkeiten
variieren, jedenfalls ist das eine passende Form, das soziale Engagement der
SPD als ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Oppositionslager aus CDU und
FDP glaubhaft hervorzuheben. Nach dem Motto "Tu Gutes und spricht darüber."
Glückauf!
Elec, der kostenlose Wahlkampfberater Hallo allerseits,
die SPD hat schon sehr früh Ideen von Herrn Lafontaine übernommen, z.B.
die Zusammenführung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe, die er in seinem
kurzen Intermezzo als Bundesminister vorgeschlagen hatte.
Ansonsten gehört dieser Politikclown in die Vergessenheit versenkt; er hat
in etwa soviel Programm wie Guido Westerwelle und teilt mit letzterem den
Hang zum Populismus, ist allerdings raffinierter als dieser.
Aber vielleicht sehen wir im anstehenden Wahlkampf ja noch ein "Oscarmobil"
und vielleicht adaptiert er auch einen FDP- Slogan:
"Demokratische WASP Links PDS: [oder wie auch immer]
Die Partei für die Schlechterverdienenden." Während selbst so genannte Linke in der SPD - Gibt es so etwas in
dieser Partei? - einerseits verbal über Oscar Lafontaine herfallen
und darin kaum Grenzen kennen, übernimmt die SPD nun schnell noch
einige Forderungen von Lafontaine, bspw. verkündete nun Herr
Müntefering, die SPD hätte beschlossen, daß ältere Arbeitslose
nun bald länger Arbeitslosengeld I bekommen sollen (siehe
http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/343657.html), länger als
die SPD erst selber eingeführt hatte. Müntefering würde sagen
wir lernen eben hinzu und Oscar ist doof, nur empfiehlt der angeblich
so doofe Oscar Lafontaine schon seit Monaten, was die SPD-Machthaber
nun schnell beschlossen haben, nun, da die politische Konkurrenz
drängender geworden ist.
Woher kommt plötzlich diese Alternative?
Sollte es doch, anders als Herr Schröder gelegentlich gerne
dezidiert verkündet hat Alternativen geben?
Meines Erachtens versucht die SPD-Machterhaltungsriege mit solchen
Kundgebungen kurz vor einer Neuwahl den Kritikern den Wind aus den
Segeln zu nehmen, indem sie ihr Boot kurzerhand in den gleichen Wind
dreht. Aber wer möchte seine Hand für die SPD ins Feuer legen, daß
nicht bei nächster Gelegenheit ein neues, in eine ganz andere
Richtung führendes Wendemanöver durch die SPD-Führungsmannschaft
kommt? Wer würde im buchstäblichen Sinne dafür seine Hand ins Feuer
legen? Bedenk es wohl, an die Stelle geschichtlich überholter
Parteien wie der SPD können neue Parteien treten; aber eine neue
Hand wächst Dir nicht.
Welcher Ungeist teilweise in der SPD herrscht, also hohe Posten
innehat, wird deutlich, wenn man liest, was der Berliner
Finanzsenator Sarrazin laut eines Zeitungsberichts vor 170
Führungskräften der Wirtschaft in der Industrie und Handelskammer
Charlottenburg gesagt hat:
http://bz.berlin1.de/aktuell/news/050615/sarrazin.html
Man mag einwenden, daß die gewohnheitsgemäß der CDU dienende BZ
Grund hat, einen SPD-Politiker von dieser Seite darzustellen;
Tatsache ist jedoch, daß die Zeitung ihren durchaus nicht
geifernden, sondern bestenfalls zurückhaltend subversiven, Bericht
belegt und Sarrazin diese Rede offenbar so vor Unternehmern
gehalten hat. Demnach ist Herr Sarrazin - von mir etwas verkürzt
zusammengefaßt - anscheinend der Ansicht, daß Leute, die Bezüge
nach Hartz IV bekommen, teilweise einen "Stundenlohn" von 10 oder
mehr Euro hätten, seiner Ansicht nach seien aber 2 oder höchstens
3 Euro wirtschaftlicher Theorie zufolge angemessen. Den
Realitätsverlust von Herrn Sarrazin finde ich geradezu bestürzend.
Daß dieser Mann sehr unter Druck steht und vermutlich
kreuzunglücklich ist, kann man vermuten, aber das empfiehlt
ihn auch nicht gerade für ein Amt, in dem es auch auf angemessene
Wirklichkeitsbeschreibungen bei öffentlichen Auftritten ankommt.
Man muß bedenken, daß - abgesehen vom nicht sehr breiten
Realitätsbezug seiner Bemerkungen - diese vor Leuten geäußert
wurden, die sicherlich schon ohnedem eine einseitige,
zwangsläufig egozentrische bzw. über-ich-zentrierte, eine von
ihren Institutionen verformte Realitätswahrnehmung haben,
insofern ist die selektive Wahl der Aussagen von Senator
Sarrazin vor diesem Publikum besonders tendenziös und billig.
Jeder bilde sich meine eigene Meinung.
regards elek - Ich verspreche mich nicht so oft,
wie es zu vermuten scheint.
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, außer wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" Laut einer Aufstellung des Bundeswirtschaftsministeriums sollen
verschiedene Ministerien für den Zeitraum ab Juni eine ungewöhnlich
hohe Zahl von Beförderungen für höhere Beamte vorgesehen haben, von
den angeblich Fällen beträfe laut Focus ein nicht geringer Teil
"politische Positionen", für deren Beförderung eine Zustimmung des
Personalrats nicht eingeholt werden muß. Die Oppositionsparteien
und ihnen nahestehende Medien verbreiten den Verdacht, es handele
sich um Begünstigung. Auch auch der Bund der Steuerzahler
kritisiert diese sogenannte "Beförderungswelle". Vor allem
SPD-Politiker bestreiten, daß kurz vor dem vorauszusehenden Abgang
der SPD- Minister der SPD zugetane Beamte begünstigt werden sollen.
Die hohe Zahl, so heißt es aus einer Behörde, läge an einem
Beförderungsstau, der auf einer Neuregelung des Beförderungswesens
beruhte.
Jedenfalls eine Frage, der von unabhängiger Seite nachgegangen
werden sollte.
Ein recht ausführlicher Bericht steht online beim Stern:
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Bef%F6rderungswelle:+Kein+Anlass+f%FCr+
einen+Stopp/541351.html
Relativ knapp und sachlich die Redaktion der TV-Sendung "heute":
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/22/0,3672,2307894,00.html
Auch gut:
http://www.netzeitung.de/deutschland/342434.html
Weitere Seiten zu diesem Thema:
http://www.tagesspiegel.de/tso/aktuell/artikel.asp?TextID=50607
http://www.n-tv.de/541143.html
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=15551
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,359619,00.html Hi
---
Haha, Nummer zwei
- CDU-Stimmen fuer Mehrwertsteuer-Erhoehung werden lauter Hi
---
Sehr interessant: Die CDu will aufeinmal die Eigenheimzulage abschaffen. Gut
so, ich und die wenigsten besserverdienenden Mietzahler bekommen ja auch keine
Mietzuschuese, vermutlich nicht, weil sie den Boden nicht noch mehr versiegeln
:-) , aber: Klasse, erst blockieren, dann mit fremden Federn schmuecken und
der Federquelle auch noch die Schuld geben das dies noetig ist. Die 16 jahre
Kohlverschwendung sind scheinbar vergessen, auch die anfangs besseren Bilanzen
bis es zur Blockadepolitik im Bundesrat kam....... Sehr geehrter Herr Strasser,
träfe Ihre Aussage zu, wären Sie längst nicht mehr Mitglied der
Grundsatzprogramm- Kommission.
Weiter so! Über die SPD:
"Die Partei hat seit 15 Jahren nicht mehr jenen
Geist der kritischen und selbstkritischen Reflexion,
der sie einmal stark gemacht hat."
Johano Strasser ist Mitglied der
Grundsatzprogramm-Kommission der SPD und
Präsident des deutschen PEN-Zentrum
QUELLE:
http://www.netzeitung.de/deutschland/340283.html Hallo.
Ein Satz, den ich heute in einem Sachbuch zitiert gefunden habe,
paßt vielleicht gut zur aktuellen Politik:
Wenn das Salz seinen Geschmack verliert,
womit kann man es wieder salzig machen?
Es taugt zu nichts mehr, es wird wegge-
worfen [...]
Wenn die Suppe auch dünn ist, sie sollte einen Geschmack haben. Hallo allerseits!
Was Kurt Biedenkopf jahrelang nicht geschafft hat - der farblose Jürgen
Rüttgers hat es geschafft und eine jahrzehntelange SPD- Hochburg gestürmt.
NRW ist in Zukunft also in der Hand der christlichen Vereinigung zusammen
mit "freien" Demokraten.
Wie sieht es jetzt für die Bundesregierung aus? Der Bundesrat, jetzt fest in
CDU- Hand, wird kaum für Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zu begeistern
sein. Insofern ist der Wunsch Schröders, eine Neuwahl zu veranstalten,
verständlich.
Allerdings würde eine solche nichts an der Bundesrats- Mehrheit ändern.
Interessant wäre aber: Bekommt die SPD/Grünen- Koalition nochmal Rückenwind
oder nicht? Hier stellt sich doch jetzt tatsächlich endlich die Frage nach
der Alternative zur Rot- Grünen Politik der Agenda 2010, Hartz IV etc.
Ich höre seit Monaten die ganzen Klugscheißer herumnölen, dass der Staat
ihnen doch bitte endlich mehr Geld bezahlen möchte. Freilich lassen sie
vollkommen im Unklaren, wo denn das schöne Geld wohl herkommen möchte.
Die CDU hat dafür mit Sicherheit die richtigen Antworten. Insgeheim freute
mich ein CDU- Sieg bei der kommenden Bundestagswahl ja, weil dann alle der
Schröder'schen Regierungszeit nachweinen werden. Andererseits siegt die
Sorge über den Zustand des Landes doch über meine Schadenfreude.
Ja, es wird also spannend, um am meisten "freue" ich mich schon über die
kommenden Jammertiraden über die Umverteilung von "oben nach unten" während
der nächsten CDU/FDP- Koalition. Tja, habt es ja nicht anders gewollt, Ihr
saublöden Dummschwätzer. Peter Glotz fürchtet, die SPD könne daran scheitern, wenn
Parteimitglieder ihre politischen Ansichten frei äußern.
Man dürfe sich auch nicht wundern, falls Gerhard Schröder
nicht mehr mitmache.
Hier zeigt Glotz, wie die SPD sich selber ein Bein stellen kann:
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=14774 Focus Online berichtet über eine Untersuchung zu der Frage,
inwiefern höhere Gewinne zu Mitarbeitereinstellungen führen:
"Die Aufstellung ergebe, 'ein differenziertes Bild, das
keinen direkten Zusammenhang zwischen erwirtschaftetem
Überschuß und Mitarbeiteranzahl' zulasse."
http://focus.msn.de/hps/fol/article/article.htm?id=14186 Hallo Cyrion!
->> CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer tritt zurück [...]
> Nur gerecht, da er zu den ersten gehoerte die wegen der
> versaeumnis anderer am geifern war ( damals gibgs glaube ich um
> Bonusmeilen)
Wenn es darum ginge, daß Meyers Kaffeegeschäft aufgäbe, täte mir das
ja noch leid; aber zu Laurenz Meyer kann ich nur sagen: Ein
anmaßender Dünnbrettbohrer weniger! Nicht nur hat er von anderen
rigoros Rücktritte wegen jeder nur denkbaren Kleinigkeit gefordert,
nicht nur hat er ständig den Bildschirm mit seinen volkstümelnden
Urteilen vollgeschwallt, seine unerträgliche moralisch tuende
Anmaßung zeigt sich, wie ich ja schon einmal erwähnte auch in
Ausfällen wie der bei "Sabine Christiansen" getanen Äußerung,
*alle* Arbeitslosen arbeiteten schwarz. In Meyer-Deutsch, also
volkstümelnd platt: "Die arbeiten doch alle schwarz." Man stelle
sich eine öffentliche Diskussion darüber vor, daß sich immer
weniger Rentnerinnen und Rentner etwas gönnen könnten, weil die
Gesundheitskosten sie überforderten, und nun säße dort dieser
scheinheilige Herr und spräche: "Die klauen doch alle im
Supermarkt." Dann weiß man vielleicht wes Geistes Kind dieser Herr
Meyer ist, vermutlich nämlich unterstellt er anderen, was er sofort
tun würde: Einsacken ohne Anstand und Skrupel. Ein dummer,
asozialer Politiker weniger!
Gruß elek
--
"Was die Politik angeht, so war er ein Tory, außer wenn die Torys an der
Regierung waren; in dieser Zeit schimpfte er sie glattweg eine Bande von
Radikalen."
Aus Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray" Bush am 23. Februar in Deutschland
BERLIN: US-Pr=E4sident George W. Bush kommt am 23. Februar nach
Deutschland. Dies teilte Regierungssprecher B=E9la Anda offiziell mit.
Der Ort des Treffens mit Bundeskanzler Gerhard Schr=F6der wurde noch
nicht mitgeteilt. In der vergangenen Woche war verlautet, dass nach
einem 'symbolischen Ort' au=DFerhalb Berlins gesucht werde. - Bush
wird auf seiner ersten Auslandsreise in seiner zweiten Amtsperiode
am 22. Februar bei der EU und der NATO in Br=FCssel Station machen.
------------------------------------------------------------------------
Ich schlage die Wolfsschanze vor Hi
----
Am Wed, 22 Dec 2004 haute BreakingNews@n-tv.de folgendes in die
Tasten:
->
->CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer tritt zurück +++ Als Nachfolger ist Fraktion
sgeschäftsführer Kauder im Gespräch.
->
->Mehr unter: http://www.n-tv.de/5466008.html
->
Nur gerecht, da er zu den ersten gehoerte die wegen der versaeumnis
anderer am geifern war ( damals gibgs glaube ich um Bonusmeilen)
Ansonsten bin ich der Meinung, das man auch im Bundestag nicht alles auf
die Goldwaage legen sollte. Es werden auch tuechtige und sinnvolle
Politiker gekippt wegen eines Verordnungswustes wo ich auch denen
zugestehe, das sie nichtb alles wissen bzw. wussten. In dem Falle finde
ich es nur gerecht, wenn man ihn an seinen eigenen Massstaeben misst. Wie schoen das wieder ein Teil Berlins zubetoniert wurde, ein guter
Kontrast zum lebendigen Tiergarten nebenan, und ein schoenes Mahnmal gegen
sinnvolle Freiflaechen. Um dem Waldsterben ein Mahnmal zu setzen empfehle
ich den Grunewald abzuholzen und einen grossen Betonbaum hinzupflastern.
Wieviel Faschistendreck man wohl haette verhindern koennen, wenn man das
Geld in die Jugendarbeit gesteckt haette?
Hat irgendwer die Hoffnung, dass dieses Mahnmal auch nur eine positive
Wirkung haben koennte? Ein neues Mahnmal und alles ist gut, ein weiteres
Zeichen des Gedenkens wurde gesetzt, man zeigt wue gut man ist. Allein der
Streit um die Pfruende der Gestaltung, Herstellerfirmen und Kosten
kontakariert das ganze.
>- Holocaust-Mahnmal vor der Fertigstellung
>
>Berlin. Das Holocaust-Mahnmal suedlich des Brandenburger Tors ist
>jetzt fast fertig. Im Rahmen eines Festaktes wurde heute der letzte
>der rund 2.700 Betonpfeiler aufgestellt. Unter den Festgaesten waren
>Bundestagspraesident Thierse und der US-Architekt Eisenman, der das
>Monument entworfen hat. Die Gedenkstaette soll am 27. Januar offiziell
>eingeweiht werden. Mit den Betonstelen auf dem 19.000 Quadratmeter
>grossen Gelaende soll an die sechs Millionen Juden erinnert werden,
>die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Hallo Cyrion!
Cyrion am 16.12.04 / 01:45 (Donnerstag):
>> - Holocaust-Mahnmal vor der Fertigstellung
>>
>> Berlin. Das Holocaust-Mahnmal suedlich des Brandenburger Tors
>> ist jetzt fast fertig. Im Rahmen eines Festaktes wurde heute der
>> letzte der rund 2.700 Betonpfeiler aufgestellt. [...]
> Wie schoen das wieder ein Teil Berlins zubetoniert wurde, ein
> guter Kontrast zum lebendigen Tiergarten nebenan, und ein
> schoenes Mahnmal gegen sinnvolle Freiflaechen. Um dem Waldsterben
> ein Mahnmal zu setzen empfehle ich den Grunewald abzuholzen und
> einen grossen Betonbaum hinzupflastern.
Ja, ist - soweit ich es gesehen habe - ätzend hässlich.
Natürlich kann man argumentieren, daß ein Mahnmal zum Holocaust
schwerlich hübsch und niedlich sein dürfe, andererseits kann ich mir
vorstellen, daß ich mir diesen Betonmist nicht unbedingt länger als
zwei Sekunden ansehen würde und auch nur, falls er gerade meinen Weg
verstellt.
> Wieviel Faschistendreck man wohl haette verhindern koennen, wenn
> man das Geld in die Jugendarbeit gesteckt haette?
>
> Hat irgendwer die Hoffnung, dass dieses Mahnmal auch nur eine
> positive Wirkung haben koennte? [...]
Ich finde die ganze Veranstaltung auch ziemlich aufgeblasen und die
Diskussionen darum schienen mir, soweit ich sie in Zeitungen erwähnt
fand, - nicht ganz überraschend - teilweise sehr verkrampft.
(Insbesondere nervte mich gelegentlich - oder in letzter Zeit eigentlich
immer - die Oberbetroffene mit ihrem meines Erachtens überaus großen, an
Anmaßung grenzenden Sendungsbewußtsein und Ihrem meines Erachtens nicht
ganz selten an Verblendung grenzenden Eifer. Ich hoffe die Frau findet
nun wieder zu einer gewissen Ausgeglichenheit und nüchterner
Objektivität zurück. Fanatismus, auch wenn er verständliche Gründe hat,
ist kein guter Ratgeber. Und diese Frau wirkte in letzter Zeit auf
mich, so wenig ich auch von ihr zu hören und zu lesen bekam, ziemlich
fanatisch.)
Gruß elek Hallo Cyrion!
Deine These, dass die 40- Stunden- Woche zu einem früheren Tod führt, halte
ich für gewagt. Schließlich passieren die meisten Unfälle in der Freizeit.
Weniger Freizeit = weniger Umweltbelastung, weil die Leute dann z.B. weniger
Zeit haben, mit dem Auto spazieren zu fahren ;-)
Naja, mal sehen, wann die Gewerkschaften die 15- Stunden- Woche mit voller
Lohnverdoppelung fordern. Hi
---
Hier eine Zusammenstellung des Wahlverhalten in den USA im vergleich zum
Durchschnittlichen IQ
http://chrisevans3d.com/files/iq.htm
uebrigens sehr interessant ist es, die links auf der Seite
weiterzuverfolgen. Da kommt man auch zu IQ im Nationenvergleich und
anderen interessanten statistischen Daten Hi
---
Natuerlich war klar das nach der Feiertagsdebatte wieder aus Reihen der
Opposition und Arbeit"geber"verbaenden die 40 Stunden Woche gefordert
wird. Klar, wer laenger arbeitet und weniger Freizeit hat stirbt auch
frueher und belastet die Rentenkasse weniger. Und nebenbei soll sich
Deutschland immer mehr zu einem Exportland entwickeln, weil daran, dass
auch weniger konsumiert wird, wenn weniger Zeit dafuer da ist, denkt
scheinbar niemand oder hat eben andere Plaene.
Den wegfallenden Feiertag, wenn es den denn gegeben haette, haette ich
uebrigens zum Anlass genommen naechstemal keine Stimme mehr der SPD
zukommen zu lassen, auch nicht den direktkandidaten, und einen Aufruf zum
Konsumverzicht an diesem Tag zu starten bzw. zu unterstuetzen. Gleicher Beitrag im Usenet in <de.sci.philosophie>. Meine Antwort
erläutert, um welchen weiteren Themenkreis es geht und welche Art von
Fragen ich mit meinem initialen Beitrag angesprochen haben wollte.
Peter van Haag in news:<chk2qp$4hh$04$1@news.t-online.com>:
> [ "elek" schrieb: ]
>> Ein schwieriges Thema zur Diskussion gestellt.
> gar nicht so schwierig, wenn man die christlich-fundamentalistischen
> Vorbehalte ausklammert. Dann bleibt bei genauer Betrachtung lediglich
> die Verfuegung ueber eine Sache uebrig.
Das Themengebiet ist meines Erachtens voller Fragen, naemlich wenn man
es nicht nur auf den Fall beschraenkt, dass eine Patientenverfuegung
vorliegt:
Wie ist z. B. der Fall zu behandeln, wenn sich ein
altersdementer Mensch in einer Situation besonderer
gesundheitlicher Belastung lebensmuede aeussert?
Diese beispielhafte Frage ist m. E. aus verschiedenen
nur u. a. den folgenden Gruenden nicht schlicht oder
leicht zu beantworten:
1. Darf man fragen, ob eine solche Aeusserung
nur eine momentane Unmutsaeusserung ist.
2. Darf man fragen, ob jemand der dement
ist, seine Zukunft ueberhaupt richtig
einschaetzen kann.
Weiter in diesem Zusammenhang, ob eine
Entscheidung ueber den eigenen Tod auch
dann fuer voll zu nehmen *und durch*
*Angehoerige oder Aerzte zu vollziehen*
*ist* (d.h. zu toeten), wenn der Kranke
gelegentlich anscheinend nicht mehr klar
denkten kann und sich oft weder einiger-
massen eindeutig noch inhaltlich konsistent
verbal zu aeussern vermag.
Der Fall, dass eine Patientenverfuegung vorliegt, mag noch relativ
einfach erscheinen, in der Praxis sind die zu entscheidenden ethischen
und inhaltlichen Fragen verbunden mit juristischen Umstaenden, die den
Betroffenen oft auch noch unbekannt sind, m. E. jedoch recht komplex
oder wenigstens vieldeutig. Hallo Elek,
eigentlich hätte ich ja etwas von weiter unten aufzuarbeiten (daher nur am
Rande: Ich stimme Dir vollkommen zu, dass gerade im Gesundheitswesen die
Ausgabenseite unbedingt beleuchtet und ggf. optimiert werden muß), aber zu
Deinem Beitrag über Patientenverfügungen:
Wenn ich mich nicht irre, ist Selbstmord lt. Bibel nicht erlaubt. Wenn ich
weiter davon ausgehe, dass eine bewußt (Patientenverfügung) herbeigeführte
Beschleunigung des Sterbens Selbstmord ist, dann ist also auch dies nach
der Bibel nicht erlaubt. Ich wundere mich daher nicht, dass die Politiker,
die ihren Amtseid auch gerne mit einer Hilfe Gottes untermauern dürfen (und
hier ist natürlich der gute, weise, liebe und irgendwie putzige christliche
Gott und nicht etwa der böse, schlimme, geradezu satanische - sagen wir mal
- islamische Gott gemeint), natürlich ganz christlich folgern, dass man
Patientenverfügungen eigentlich nicht so richtig ernst nehmen darf.
Vielen Dank, liebe Kirche! |